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Ist eine perioperative Antibiotikaprophylaxe in der endonasalen Nasennebenhöhlenchirurgie erforderlich?

  • H. Luckhaupt
  • G. Bertram
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie book series (VBDG HNO, volume 1991 / 2)

Zusammenfassung

Zielsetzung einer perioperativen Antibiotikaprophylaxe ist die Verhinderung einer postoperativen Infektion nach Kontamination mit pathogenen Keimen. Wichtige Forderungen an eine effektive perioperative Antibiotikaprophylaxe sind neben der strengen Indikationsstellung die frühzeitige Gabe des Medikamentes (z. B. bei Narkoseeinleitung), eine hohe Konzentration des Antibiotikums am Ort des Eingriffs zum Zeitpunkt des operativen Zuganges, eine hohe Gewebekonzentration sowie eine günstige Halbwertszeit, daneben sollte das Antibiotikum typische bakterielle Erreger abdecken und gut verträglich sein. Zu den gesicherten Indikationen der perioperativen Antibiotikaprophylaxe zählt die Tumorchirurgie im Kopf-Hals-Bereich mit intraoperativer Eröffnung von Mundhöhle, Pharynx oder Larynx. Mann et al. (1990) empfahl für endonasale Siebbein-Operationen eine Einmal-Prophylaxe mit 600 mg Clindamycin i.v.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • H. Luckhaupt
    • 1
  • G. Bertram
    • 1
  1. 1.DortmundDeutschland

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