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Die diaphanoskopische Lokalisation der Ausführungsgänge von Stirnhöhle und Kieferhöhle in der modernen Nasennebenhöhlenchirurgie

  • G. S. Godbersen
  • H. Rudert
  • M. Köllisch
  • U. Schubert
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie book series (VBDG HNO, volume 1991 / 2)

Zusammenfassung

Das Vertrauen in die fortschreitende operative Technik, in die Wirksamkeit von Antibiotika und die häufigen Erfolgsmeldungen lassen allzu oft vergessen, daß die endonasale Siebbein- und Stirnhöhlenoperation eine gefährliche Operation ist, die in die Hände eines erfahrenen Operateurs gehört. Dabei sind die Übergänge zur Kieferhöhle und zur Stirnhöhle insbesondere dann ein locus minoris resistentiae, wenn die Orientierung an bekannten anatomischen Strukturen bei mehrfach operierten Patienten erschwert ist. Die Probleme bei den Mehrfachoperationen wird anhand einer statistischen Untersuchung an 1363, in den Jahren 1985–1989 in Kiel an den Nasennebenhöhlen operierten Patienten verdeutlicht. 84 von insgesamt 129 Patienten, bei denen kombinierte Stirnhöhlen- und Siebbeinoperationen durchgeführt worden waren, konnten ausgewertet werden. 51% dieser Patienten wurden mehrfach operiert. Während die Indikation zur primären Operation hauptsächlich die akute Sinusitis und die Polyposis war, stellten die Mucozelen und die Rezidivpolyposis den häufigsten Grund für die Nachoperation dar. Weniger häufige Indikationen waren Vernarbungen und Rezidivosteome. Ursache für die Vernarbungen war in 4 Fällen eine salbenstreifeninduzierte Fremdkörperreaktion, wobei in einem Fall eine Myospherulose vorlag.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • G. S. Godbersen
    • 1
  • H. Rudert
    • 1
  • M. Köllisch
    • 1
  • U. Schubert
    • 1
  1. 1.KielDeutschland

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