Zusammenfassung

Wenn ich versuche, K. H. Bauer als Wissenschaftler zu charakterisieren, so deshalb, weil Bauer den Pathologen „schon immer“, von 1919 bis zu seinem Tode, verbunden war. Er hielt viel von unserem Fache, er verstand unsere Sprache, er erwartete einiges von unserer Aussage, aber doch auch nicht „alles“. Er wußte, daß jede biologische Methode natürliche Grenzen besitzt. Er war als Arzt nicht abhängig von „seinem“ Pathologen. Bauer blieb immer seiner eigenen Überzeugung treu. Er verantwortete seine persönlichen Entscheidungen bis ins Letzte. Er sah im Pathologen keinen Erfüllungsgehilfen, sondern einen Ratgeber, der zugleich Freund und Vertrauter war. Als ich das Glück hatte, unter A. Schmincke und E. Randerath zu dienen (1947 bis 1953), durfte ich für K. H. Bauer als Prosektor tätig sein. Dies war ein unvergleichliches Erlebnis: Im Fortgang der Bemühungen des Obduzenten vertrat und erläuterte Bauer seine Fälle, Beobachtungen, Operationsbefunde und Maßnahmen. Alle Beteiligten hatten das Gefühl der Befriedigung, man wußte, hier war geschehen, was möglich war.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Doerr

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