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Entzündungsbegleitende Vorgänge bei chronischen Formen der multiplen Sklerose — Möglichkeiten einer indirekten Einflußnahme

  • E. W. Fünfgeld
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie book series (VDGNEUROLOGIE, volume 6)

Zusammenfassung

Pathologisch anatomische Untersuchungen haben auch bei chronischen Formen der multiplen Sklerose Herde aller Altersstufen aufgedeckt (4). Serumaustritte - seröse Entzündung, Dysorie - wurden schon früher vom Standpunkt der Allergietheorie bei der MS beschrieben (5). Ein prämenstruelles Wasserretentionssyndrom ist bei Frauen relativ häufig (62%) (3). Deshalb wurde seit mehreren Jahren konsequent eine Befragung von MS-kranken Frauen in dieser Richtung durchgeführt, auch in Bezug auf eine vorübergehende Verschlechterung der klinischen Symptomatik. 20% der Befragten gaben eine positive Antwort, sie erhielten oral einen Roßkastanienextrakt (VenostasinR). Von einigen Patientinnen wurde Minderung oder sogar Verschwinden der prämenstruellen Wasserretention berichtet, eine Verstärkung der krankheitsbedingten Beschwerden vor der Menses wurde nun verneint Mit Hilfe des computerisierten EEGs (Dynamic Brain Mapping, Research Institute in Tarrytown, New York) wurde deshalb versucht, die Wirkung einer Entwässerung objektiv zu erfassen (6 Pat): Eine i. v.-Injektioft von 500 mg Acetazolamid (DiamoxR) wurde verabreicht und die Reaktion nach 30 bzw. 60 Minuten mit dem Initialbefund unmittelbar vor der Injektion verglichen. Bei alien Patienten zeigte sich eine mehr oder minder deutliche Frequenzbeschleunigipg, die jedoch nach längstens 48 Stunden wieder weitgehend dem Initialbefund angenähert war.

Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • E. W. Fünfgeld

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