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Kontinuierliche intrathekale Baclofen-Applikation als Behandlung anderweitig therapierefraktärer Spastizität bei multipler Sklerose (MS)

  • I. Steckenreuter
  • J. C. Tonn
  • G. Hildebrandt
  • K. Roosen
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie book series (VDGNEUROLOGIE, volume 6)

Zusammenfassung

Spastik tritt im Verlauf einer MS bei praktisch alien Patienten auf. In den meisten Fällen ist sie medikamentös und krankengymnastisch gut behandelbar, bei einigen Kranken ist eine ausreichende Tonussenkung hierdurch jedoch nicht zu erzielen bzw. muß die Therapie wegen Nebenwirkungen der Antispastika abgebrochen werden (2). Eine der am häufigsten eingesetzten Substanzen ist Baclofen, ein GABA B-Agonist, der zu einer Hemmung exzitatorischer Potentiale führt und so die neuronale Erregbarkeit vermindert (3, 4). Der tonussenkende Effekt ist gut, Nebenwirkungen f ühren bei oraler Gabe jedoch in 25 - 30% der Fälle zum Therapieabbruch (3). Durch kontinuierliche Applikation direkt am Wirkort - der Rückenmarksoberfläche - lassen sich die notwendigen Dosen urn den Faktor 102 bis 103 senken und die Nebenwirkungen reduzieren (1,2).

Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • I. Steckenreuter
  • J. C. Tonn
  • G. Hildebrandt
  • K. Roosen

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