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Die deutsch-schweizerische doppelblind-kontrollierte Multicenter-Studie über die Wirkung von Sulfasalazin bei multipler Sklerose

  • M. Prosiegel
  • J. Mertin
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie book series (VDGNEUROLOGIE, volume 6)

Zusammenfassung

Wir untersuchten in unserer Arbeitsgruppe die mögliche Rolle von Leukotrienen in der Krankheitsentstehung der MS und ihrem Tiermodell, der experimentellen allergischen Enzephalomyelitis (EAE). Leukotriene sind Produkte des Arachidonsäurestoffwechsel; während die Prostaglandin- und Thromboxan-Entstehung aus Arachidonsäure durch das Enzym Cyclooxygenase vermittelt wird - welches durch nichtsteroidale Antiphlogistika hemmbar ist - entstehen Leukotrine durch Vermittlung des Enzyms Lipoxygenase. Dieses Enzym kann z. B. durch die Versuchssubstanz BW755C gehemmt werden. Als wichtigste biologische Eigenschaften der Leukotriene, die es uns sinnvoll erscheinen ließen, diese Substanzgruppe zu untersuchen, seien genannt: 1) sie sind chemotaktisch; 2) sie steigern insbesondere im Bereich postkapillärer Venolen die Gefäßpermeabilität; 3) sie besitzen immunmodulatorische Wirkungen. Da die entzündlichen Infiltrate bei er MS bzw. der EAE bevorzugt um postkapilläre Venolen angeordnet sind und einer Stöning der Bluthirnschranke (BHS) bei beiden Erkrankungen eine pathogenetische Bedeutung zuzukommen scheint (1), erschien uns anfangs insbesondere die permeabilitätssteigernde Wirkung bestimmter Leukotriene (insbesondere des Leukotriens C) von besonderer Bedeutung. Wir fanden bei MS-

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • M. Prosiegel
  • J. Mertin

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