Ist der extra-intrakranielle Bypass doch sinnvoll?

  • B. Kleiser
  • B. Widder
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie book series (VDGNEUROLOGIE, volume 6)

Zusammenfassung

Die Behandlung bei Karotisverschlüssen ist umstritten. Eine Verbesserung der Prognose durch die Anlage eines extra-intrakraniellen Bypass (EIAB) ist nicht gesichert. In einer randomisierten, prospektiven Studie der EC/IC Bypass Study Group schnitten die operierten Patienten sogarschlechter ab als die Vergleichsgruppe (3). Dabei wurde jedoch die zerebrale Hämodynamik nicht berücksichtigt. Aufgrund pathophysiologischer Überlegungen ist aber anzunehmen, daß nur in den seltenen Fällen mit unzureichender intrakranieller Kollateralisation eine erhöhte Gefahr für das Auftreten hämodynamischer Insulte zu erwarten ist. Diese Patienten könnten von operativen Maßnahmen profitieren. Die Funktionsfähigkeit der Kollateralversorgung kann mit dem transkraniellen Doppler-CO2-Test beurteilt werden (4). Die klinische Wertigkeit dieser Methode wurde retrospektiv anhand des Vergleichs mit der klinischen Symptomatik und den Infarktmustern im CCT sowie in einer prospektiven Verlaufsstudie überprüft.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • B. Kleiser
  • B. Widder

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