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Differenzierung zentralnervöser Tumoren: Diagnosen und Fehldiagnosen

  • J. M. Schröder
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie book series (VDGNEUROLOGIE, volume 6)

Zusammenfassung

Diskrepanzen zwischen klinischen und histopathologischen Diagnosen bei zentralnervösen (intrakraniellen und intraspinalen) Tumoren sind auch im Zeitalterder Computer- und NMR-Tomographie keineswegs selten (Schröder 1988). Die bekannte Schwierigkeit der Abgren-zung von Tumoren mit zentralen Nekrosen (Metastasen, Glioblastoma multiforme) von Abszessen ist durch die neuen bildgebenden Verfahren nicht beseitigt worden. Die Unter-scheidung einer chronischen lymphozytären Enzephalitis von einem zentralen Lymphom (vgl. Jellinger 1987) ist noch schwieriger, sogar histopathologisch kann es dabei Abgren-zungsprobleme geben, wenn, von den lymphozytären Infiltraten abgesehen, weitere Ent-zündungsparameter fehlen. Demgegenüber ist die Abgrenzung von Neoplasmen und Kavemomen (Gefäßfehlbildungen), dieradiologiseh It. persönlicher Mitteilung von A.K. Thron besondere Schwierigkeiten bereiten (vgl. Thron 1988), am histologischen Präparat unproblematisch, sofern genügend Gewebe verfügbar ist. Im übrigen sind durch die Einführung immunhisto-chemischer Methoden in jüngster Zeit beträchtliche Fortschritte bei der Differenzierung gliöser, neuronaler, mesodermaler, lymphatischer und metastatischer Tumoren erzielt worden, welche die diagnostische Treffsicherheit erheblich erweitern und die Zahl fehldiagno-stizierteroder unklassifizierter Tumoren weiter reduzieren (Lit. s. Schröder 1991; Russel u. Rubinstein 1989; Schwechheimer 1990).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • J. M. Schröder

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