Persönlichkeitspsychologische Komponenten und ihre Beziehung zur klinischen Symptomatologie

  • Hermes Andreas Kick
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Psychiatrie book series (PSYCHIATRIE, volume 63)

Zusammenfassung

Die im Rorschach-Verfahren sich darstellenden Befunde führen — wofür die im folgenden zu erörternden Argumente sprechen — in Tiefenschichten (Rorschach 1921, 1972), die die strukturellen und dynamischen Bedingungen der Symptomatologie klarer hervortreten lassen (Bash 1957). Dies ist der Grund, weswegen das Verfahren im vorliegenden Ansatz zur Anwendung kommen soll. Da das Ror- schach-Verfahren, als sog. projektiver Persönlichkeitstest, bekanntlich mit mehrdeutigen Abbildungen und deren Wahrnehmung arbeitet, sind grundsätzliche Fragen des Zusammenhangs von Persönlichkeit und Wahrnehmungspsychologie beührt. Mit den bezüglich des diagnostischen Aussagewertes heranzuziehenden, wahrnehmungspsychologischen Argumenten hat sich die Perception-Personality- Schule (Witkin et al. 1954; Piotrowski 1957; Allport 1958) eingehend beschäftigt. Sie geht davon aus, daß strukturelle Gegebenheiten den individuellen Referenzrahmen der Wahrnehmung bedingen, die grundsätzlich selektiv ist. Je unbestimmter und unstrukturierter das Reizfeld ist, eine um so größere Rolle spielen innere Faktoren. Strukturelle Repräsentanzen und mit diesen ihre jeweils gegebenen dynamischen Prägungen gehen mit in die Wahrnehmung ein. Diese Prägungen beruhen auf vorangegangenen, nunmehr strukturell fixierten Erfahrungen. Strukturelle Repräsentanzen wirken wahrnehmungspsychologisch wie ein Filter (Israel 1976) oder ein Reizschutz (Rokeach 1960).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Hermes Andreas Kick
    • 1
  1. 1.Psychiatrische KlinikKlinikum der Universität HeidelbergHeidelbergBundesrepublik Deutschland

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