Die Rolle der Epidermis in der Immunreaktivität

  • Georg Stingl
Conference paper
Part of the Der Hautarzt book series (VDGDERMATOLOGIE, volume 36)

Zusammenfassung

Die Haut beherbergt alle zellulären Elemente, die zum Aufbau einer Immunantwort benötigt werden, und zwar
  1. 1.

    Antigen-präsentierende Zellen (z.B. epidermale Langerhanszellen).

     
  2. 2.

    Zytokin-produzierende Zellen (z.B. Keratinozyten, Endothelzellen) und

     
  3. 3.

    T-Lymphozyten der Epidermis und Dermis.

     
Nach einem Vorschlag von Streilein (J. invest. Derm. 80, 12, 1983) bilden diese Immunzellen der Haut zusammen mit den lymphoiden Zellen regionärer Lymphknoten ein funktionell zusammengehörendes System Haut-assoziierter lymphoider Gewebe (Skin-Associated Lymphoid Tissues = SALT). Die Funktionstüchtigkeit von SALT wird durch einen wohlgesteuerten Signalaustausch zwischen dessen einzelnen zellulären Komponenten gewährleistet und trägt entscheidend zur Überwachungsfunktion des Immunsystems bei. Eine Störung dieses Systems durch exogene (z. B. UV, Pharmaka, Mikroorganismen) oder endogene (Neoantigene) Noxen kann zu dessen funktioneller Beeinträchtigung führen, die sich schließlich in der unkontrollierten Ausbreitung infektiöser bzw. neoplastischer Prozesse äußert.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Georg Stingl
    • 1
  1. 1.Abteilung für Immunbiologie der HautI. Universitäts-HautklinikWienGermany

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