Die Vergleichbarkeit rotatorischer und thermischer Reizantwort

  • A. Erlach
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie book series (VBDG HNO, volume 1990 / 2)

Zusammenfassung

Die zentrale Stellung der thermischen Prüfung im Rahmen der neurootologischen Untersuchung berechtigt die Frage, wie gut die thermische Reaktion neben der Ermittlung der Seitendifferenz auch für weitere Aussagen geeignet ist. Über Richtungsüberwiegen und Schriftbildveränderungen haben wir diesbezüglich 1987 und 1988 berichtet. Es kann jedoch eine dritte Information sowohl bei thermischer als auch rotatorischer Reizung gewonnen werden — die Stärke der Reizantwort, bei der Pendelprüfung der Kompensationsleistung entsprechend. Wir haben nun die Kompensationsleistung, die angibt, in welchem prozentualen Anteil die Drehung des Patienten mit einem gegengerichteten Nystagmus beantwortet wird, mit der durchschnittlichen Reizantwort bei der thermischen Prüfung — ermittelt durch Amplitudenkumulation in den viermal zehn Sekunden der maximalen Reaktion nach thermischer Reizung mit 44° und 30°C — verglichen. Minderung der Reizantwort ist sowohl bei beidseitigen peripheren Läsionen als auch im Rahmen zentraler Prozesse (z. B. bei medikamentöser Dämpfung) möglich, überstarke Reaktionen beobachtet man vor allem beim Wegfall zentraler Hemmechanismen (z. B. posttraumatisch oder bei multipler Sklerose).

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • A. Erlach
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

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