Ergebnisse einer Screening-Untersuchung zur Erfassung von Grundschülern mit zentraler Fehlhörigkeit

  • R. Schunicht
  • E. Kulbatzki
  • G. Esser
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie book series (VBDG HNO, volume 1990 / 2)

Zusammenfassung

Hörstörungen beeinträchtigen das Hörvermögen nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. Die quantitative Komponente bezeichnen wir als Schwerhörigkeit, die qualitative als Fehlhörigkeit. Zu ihr zählt nicht nur die allgemein bekannte Selektionsstörung, sondern alle Störungen der Reizverarbeitung wie z. B. Einbußen im Intensitäts-, Frequenz- und Zeitauflösungsvermögen oder im Fusionsvermögen. Eine Fehlhörigkeit bei normaler Tonhörschwelle bezeichnen wir als zentrale Fehlhörigkeit. Sie kann sich besonders in der Kindheit auswirken, wo an das Gehör hohe Anforderungen gestellt werden und Kompensationsmechanismen und Bewältigungsstrategien noch nicht ausgebildet sind, und zwar zunächst beim Spracherwerb und dann in der Grundschulzeit.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • R. Schunicht
    • 1
  • E. Kulbatzki
    • 1
  • G. Esser
    • 1
  1. 1.DüsseldorfDeutschland

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