Tumoren der kleinen Speicheldrüsen des Gaumens: Einsatz moderner bildgebender Verfahren und Differentialdiagnose

  • D. Knöbber
  • M. Axhausen
  • H.-J. Wilhelm
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie book series (VBDG HNO, volume 1990 / 2)

Zusammenfassung

Tumoren der kleinen Speicheldrüsen des Gaumens haben nach Haubrich (1984) und Seifert et al. (1984) mit 5–9% einen geringen Anteil an allen Speicheldrüsen-tumoren, sind aber in einem hohen Prozentsatz maligne: 44–65% (Eneroth 1970; Becker et al. 1978). Zahlreiche andere Tumoren des Gaumens und angrenzender Strukturen kommen differentialdiagnostisch in Betracht, wobei eine Vorwölbung des weichen Gaumens oft wie ein Peritonsillarabszeß imponiert. Tumoröse Schwellungen lassen sich von einem entzündlichen Geschehen meist anamnestisch schnell differenzieren; bei Gaumentumoren bestehen aber diagnostische Schwierigkeiten. Durch die klinische Untersuchung der Patienten (Palpation) und Sonographie der Regio parotidea und des Halses ist nicht sicher zu entscheiden, ob es sich um einen Tumor der kleinen Speicheldrüsen des Gaumens handelt oder ein nach innen vorwachsender Tumor der Ohrspeicheldrüse (sog. Eisbergtumor) vorliegt. Hier ist dann die Durchführung einer Computertomographie (CT) erforderlich; die Kernspintomographie (MR) stellt eine sinnvolle Ergänzung dar.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • D. Knöbber
    • 1
    • 2
  • M. Axhausen
    • 1
    • 2
  • H.-J. Wilhelm
    • 1
    • 2
  1. 1.BerlinDeutschland
  2. 2.HomburgDeutschland

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