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Ergebnisse des 2. Querschnittes der Oberbayerischen Verlaufsuntersuchung

  • Manfred M. Fichter
  • Wolfgang Witzke
  • Horst Dilling
  • Martin Elton
  • Jürgen Rehm
  • Raimar Koloska
  • Manfred Fichter
  • Hermann Fromme
  • Siegfried Weyerer
  • Ingeborg Meller
  • Franziska Achatz
  • Wolfgang Möhrle
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Psychiatrie book series (PSYCHIATRIE, volume 60)

Zusammenfassung

Eine wesentliche methodische Voraussetzung für den sinnvollen Vergleich zweier Querschnitte im Rahmen einer Verlaufsuntersuchung ist die Verwendung derselben Kriterien zur Fallidentifikation. Nachdem in dem 5-Jahres-Intervall keine wesentlichen oder gar gravierenden Veränderungen im Untersuchungsgebiet stattfanden, ist für beide Querschnitte eine etwa gleich hohe Morbiditätsrate zu erwarten. Beim Vergleich der beiden Prävalenzstichproben (70er Jahre und 80er Jahre, 15 Jahre und älter) ergab sich eine Punktprävalenz (7 Tage) von 19, 2% für den ersten Querschnitt und 21, 2% für den zweiten Querschnitt für psychische Erkrankungen mit Schweregrad 2, 3 oder 4. Da sich die Stichproben teilweise überlappen, sind die sonst üblichen statistischen Tests nicht anwendbar. Es handelt sich weder um rein verbundene noch um völlig unabhängige Stichproben. Wenn man trotz dieser Tatsache mittels Chi-Quadrat-Test oder Konfigurationsfrequenz-Analyse testet, ergibt sich für die 7-Tage-Prävalenz-rate zum 1. und 2. Querschnitt (S ≥ 2) kein Unterschied. In Abbildung 3.1.1 a sind auch die Prävalenzraten für leichte psychische Erkrankungen (Schweregrad = 1) angegeben, welche für den ersten Querschnitt 20, 1% und für den zweiten Querschnitt 16, 8% betrugen (Punktprävalenz). 57, 2% der Prävalenzstichprobe der 80er Jahre hatten weder bei der Untersuchung noch in dem vorausgehenden 5-Jahres-lntervall eine leichte oder schwerere psychische Erkrankung und weitere 10, 9% hatten in diesem Zeitraum nur leichte psychische Auffälligkeiten; 32, 0% zeigten in diesem Zeitraum psychische Erkrankungen mit Schweregrad 2, 3 oder 4. Eine psychische Erkrankung mit Schweregrad 2 entspricht in der Regel zumindest einer Behandlungsbedürftigkeit durch den Hausarzt.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • Manfred M. Fichter
  • Wolfgang Witzke
  • Horst Dilling
  • Martin Elton
  • Jürgen Rehm
  • Raimar Koloska
  • Manfred Fichter
  • Hermann Fromme
  • Siegfried Weyerer
  • Ingeborg Meller
  • Franziska Achatz
  • Wolfgang Möhrle

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