Einsatz des Gewebeexpanders in der plastischen Chirurgie des Kopf-Halsbereiches

  • W.-L. Mang
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie book series (VBDG HNO, volume 1989 / 2)

Zusammenfassung

Der Einsatz von Hautdefekten steht von altersher in der plastischen Gesichtschirurgie oben an. Seit dem Wagnis Tiefenbachs 1834, am Rande eines dreieckigen Defektes einen gestielten Lappen vollkommen von seiner Unterlage zu lösen, entwickelten sich verschiedenartigste freie und gestielte Lappenplastiken, die größtenteils heute noch ihre Gültigkeit haben. Eine Nachuntersuchung von 147 Lappenplastiken im Kopf-Halsbereich an der HNO-Klinik rechts der Isar hat ergeben, daß der Operationserfolg abhängig ist von der exakten Planung, Erfahrung des Operateurs und der Kenntnis neuer Operationstechniken. Dazu gehört der Gewebeexpander: Denn ist der Defekt oder die Hautspannung zu groß für eine lokale Lappenplastik oder eine großzügige Exzision, kann die Haut durch einen Expander vorgedehnt werden. Radowan hat dies 1978 zum ersten Mal für Brustrekonstruktionen beschrieben. Die Indikationen im Kopf-Halsgebiet für Gewebeexpander sind Defektrekonstruktionen von Skalp, Stirn, Nase und Ohren sowie die Beseitigung von Narben (Verbrennung) und Tätowierungen. Von 16 Expansionen hatten wir 2 Infektionen, wobei wir den Expander 1 × vorzeitig entnehmen mußten.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • W.-L. Mang
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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