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High-Dose-Rate-Afterloading kombiniert mit interstitieller Hyperthermie bei der Rezidivbehandlung maligner Kopf-Hals-Tumoren

  • B. P. E. Clasen
  • M. Töpfer
  • P. Kneschaurek
  • V. Bonkowsky
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie book series (VBDG HNO, volume 1989 / 2)

Zusammenfassung

Die interstitielle Radiotherapie oder Brachycurietherapie eignet sich zur Rezidivbehandlung maligner Kopf-Hals-Tumoren, weil der steile Dosisabfall in der Peripherie der Strahlenquelle eine weitestgehende Schonung des umgebenden Gewebes erlaubt und daher ihren Einsatz auch in radiologisch ausbehandelten Fällen ermöglicht. Die direkte Implantation eines Radionuklids in den Tumor (z. B. 125Jod-seeds in Vicrylcarrier) wurde inzwischen aus Strahlenschutzgründen aufgegeben zugunsten des Afterloading-Systems (Schwab et al. 1986). Dabei werden Hohlnadeln in den Tumor eingebracht, die anschließend, nachdem das Personal den Schutzraum verlassen hat, maschinell über flexible Schlauchanschlüsse mit dem Radionuklid beschickt werden. Als Strahler bevorzugen wir 192 Iridium, eine Quelle hoher Dosisleistung (high-dose-rate), weil damit die Bestrahlung nicht tage-, sondern nur minutenlang dauert. Das macht Narkoseeingriffe möglich, während derer wir nach MR-Planung die Nadeln sorgfältig plazieren können. Die Behandlung kann je nach Situs aber ebensogut in Lokalanästhesie und ambulant erfolgen.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • B. P. E. Clasen
    • 1
  • M. Töpfer
    • 1
  • P. Kneschaurek
    • 1
  • V. Bonkowsky
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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