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Die Bewertung ärztlicher Leistungen

  • R. Liebold
Part of the MedR Schriftenreihe Medizinrecht book series (MEDR)

Zusammenfassung

Seitdem Menschen eine Sache oder eine Dienstleistung tauschen — also seit Jahrtausenden -, besteht das Problem der Bewertung der getauschten materiellen oder immateriellen Güter. Immer wieder haben sich die Menschen die Frage nach dem Wert eines Gutes gestellt, oftmals haben ihre Wissenschaftler versucht, eine allgemeingültige Wertlehre zu schaffen. Immer wieder haben sie sich mit dem Problem „Kosten — Nutzen — Wert“ beschäftigt, und immer wieder mußten sie erkennen, daß es keinen absoluten, allgemeingültigen Wert eines Gutes gibt. Wie wenig ist ein Glas Wasser im strömenden Regen auf einem sauberen Binnensee „wert“ und wieviel „Wert“ hat dieses Glas Wasser in der sengenden Sonne einer unendlichen Wüste! Wie wenig „Wert“ hat ein obskures Mittel gegen Krebs für die Gesunden und wieviel „Wert“ mißt der sterbenskranke „Krebspatient“ diesem Mittel bei! Und wie steigt dieser „Wert“ ohne Rücksicht auf Nutzen dann noch, wenn dieses Mittel durch komplizierte Herstellungsverfahren knapp oder kostenintensiv ist. Eine Fülle objektiver und subjektiver Wertfaktoren bestimmen den „Wert“ eines Gutes für denjenigen, der dieses Gutes bedarf. Die Hilflosigkeit der Bewertungsversuche steigt dann noch an, wenn die Kosten als langfristige Untergrenze der Gütererstellung unbekannt oder bei den einzelnen Leistungserbringern vermutlich sehr unterschiedlich sind, sowie dann, wenn der Preis des Gutes traditionell vorbestimmt ist.

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Literatur

  1. 3.
    Vgl. hierzu Schellen: „Die Bewertungsausschüsse der Ärzte (Zahnärzte) und Krankenkassen nach dem Krankenversicherungs-Kostendämpfungsgesetz“. Inauguraldissertation, Ruhr-Universität Bochum, 1982.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • R. Liebold

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