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Zuzurechnende Schadensfolgen bei mangelhafter Aufklärung des Patienten

Part of the MedR Schriftenreihe Medizinrecht book series (MEDR)

Zusammenfassung

Der Arzt, der den Patienten nicht über die Risiken der vorgesehenen Behandlung aufklärt und ihm dadurch die eigene Entscheidung über die Risikoübernahme vorenthält, hat — wenn sein Vorgehen nicht ausnahmsweise gerechtfertigt war — schadenrechtlich für die Verwirklichung des vom Betroffenen nicht gebilligten Risikos einzustehen. Dieser schon vom Reichsgericht anerkannte Grundsatz ist heute in der Bundesrepublik vor allem wegen des hohen Ranges, den das Grundgesetz der Persönlichkeit einräumt, im Kern unanfechtbar und übrigens auch international weithin anerkannt. Berechtigte Bedenken ergaben und ergeben sich allerdings aus der unverkennbaren Neigung der Praxis, bei nicht nachweisbarem Behandlungsfehler den Vorwurf des Aufklärungsmangels nachzuschieben, was vor allem Beweisvorteile bringen kann.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • W. Dunz

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