Intrakranielle Druckmessung (ICP)

  • Ina Pichlmayr
  • Peter Lehmkuhl

Zusammenfassung

Von den beiden möglichen Methoden der intrakraniellen Druckmessung in einem Seitenventrikel oder epidural wird zur Langzeitüberwachung bei Intensivpatienten der epidurale Zugangsweg bevorzugt. Trotz des Nachteils der fehlenden Verbindung zum Liquorsystem mit entsprechender Entlastungsmöglichkeit sprechen geringe Infektionsgefahr und prinzipielle Zugangsmöglichkeit an jeder Stelle des Schädels für die Methode. Die Druckregistrierung erfolgt über einen Druckaufnehmer, der durch ein Bohrloch zwischen Dura und Knochen piaziert wird. Der normale intrakranielle Druck schwankt zwischen 10 und 14 mmHg. Die pathologische Hirndruckerhöhung verläuft phasisch in Form verschiedener Wellenmuster (A- oder Plateauwellen, B-Wellen, R-Rampenwellen). Intrakranielle Druckwerte über 30 –40 mmHg bedürfen der Korrektur durch direkte oder über konservative Maßnahmen indirekter Druckentlastung, um einen ausreichenden cerebralen Perfusionsdruck (CPD) aufrechtzuerhalten. Als kritische Grenzwerte für den cerebralen Perfusionsdruck — der sich als Differenz von arteriellem Mitteldruck und intrakraniellem Druck errechnet — gelten Werte um 50 – 60 mm Hg.

Literaturübersicht

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • Ina Pichlmayr
    • 1
  • Peter Lehmkuhl
    • 1
  1. 1.Zentrum für Anästhesiologie der Medizinischen Hochschule Hannover Abteilung IVKrankenhaus OststadtHannover 51Deutschland

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