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Die Phase IV der Therapieentwicklung und Therapieprüfung

  • Michael Linden
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Psychiatrie book series (PSYCHIATRIE, volume 49)

Kapitelzusammenfassung

Die Bereitschaft, zur Erweiterung von Erkenntnissen über Behandlungsverfahren beizutragen, gehört ebenso wie die kritische Anwendung von Therapieverfahren zu den zentralen ärztlichen Aufgaben. Forschung unter den Bedingungen der ärztlichen Praxis ist damit nicht ein Fremdkörper, sondern ein integraler Bestandteil ärztlichen Tuns. Dies entspricht auch den in der Bundesrepublik Deutschland gültigen Rechtsnormen.

Forschung unter Praxisbedingungen wird als Phase-IV-Forschung bezeichnet. Die Bedingungen wie auch die Ziele, unter denen Phase-IV-Forschung antritt, unterscheiden sich auf vielfältige Weise von den Phasen I-III der Therapieevaluation. Das Kernproblem der Phase-IV-Forschung läßt sich zusammenfassend beschreiben als ein Problem der Interaktion zwischen Therapie und therapeutischer Situation.

Die speziellen Rahmenbedingungen, unter denen Phase-IV-Forschung stattfindet, lassen es nicht zu, die Forschungsmethodik der Phasen O-III unmittelbar auf die Phase IV zu übertragen. Es sind spezielle Ex-post-facto-Designs und nichtreaktive Meßinstrumente zu entwickeln. Bei der Planung, Durchführung und Auswertung von Phase-IV-Untersuchungen ist besonderes Augenmerk der wechselseitigen Abhängigkeit von Wissenschaftler und Praktiker zu widmen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • Michael Linden
    • 1
  1. 1.Psychiatrische Klinik und PoliklinikFreie Universität BerlinBerlin 19Deutschland

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