Zum cytologischen Erscheinungsbild ungewöhnlicher maligner Tumoren in der Prostata

  • H.-A. Müller
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Urologie book series (VBDGUROLOGIE, volume 38)

Zusammenfassung

Bei den malignen Tumoren der Prostata handelt es sich zu etwa 97% um Adenocarcinome. Sie werden daher auch ohne jeden weiteren Zusatz einfach als Prostatacarcinome, bzw. als übliche oder gewöhnliche Prostatacarcinome bezeichnet und damit den restlichen, unüblichen oder ungewöhnlichen Carcinomen sowie den weiteren bösartigen Geschwülsten der Vorsteherdrüse gegenübergestellt (1–3). Die aus therapeutischen Gründen unumgängliche Unterscheidung zwischen gewöhnlichen und ungewöhnlichen malignen Tumoren der Prostata ist auch in der Feinnadelbiopsie möglich. Die üblichen Prostatacarcinome besitzen nämlich ein für sie kennzeichnendes cytologisches Erscheinungsbild, das entsteht aus der Kombination zellulärer Merkmale an einzelnen Tumorzellen und architektonischer Muster an Tumorzellkomplexen. Unter den zellulären Merkmalen kommt den Veränderungen am Zellkern die größte Bedeutung zu: Es sind dies — nicht selten ungleichmäßige- Kernvergrößerungen, Abweichungen von der regelhaften rundlichen Kerngestalt, Änderungen in der Dichte und Verteilung der Chromatinstrukturen sowie das Auftreten z.T. großer, entrundeter und/oder multipler Nukleolen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • H.-A. Müller
    • 1
  1. 1.Pathologisches Institut der Universität Würzburg, Teilbereich: Angewandte CytologieWürzburgDeutschland

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