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Das erworbene Immundefektsyndrom (AIDS)

  • H. S. Füeßl
  • F. D. Goebel
Part of the Taschenbücher Allgemeinmedizin book series (TBALL)

Zusammenfassung

Nach der ursprünglichen Definition der Centers of Disease Control in den USA liegt das erworbene Immundefektsyndrom („acquired immune deficiency syndrome“, AIDS) vor, wenn eine Krankheit verläßlich diagnostiziert wird, die einen Defekt der zellulären Immunität wahrscheinlich macht, ohne daß die Ursache des Immundefekts bekannt ist. Typische und heute fast pathognomonische Beispiele für derartige Krankheiten sind das Kaposi-Sarkom, maligne Lymphome des ZNS und opportunistische Infektionen wie die Pneumocystis-carinii-Pneumonie. Diese Definition stammt aus der Zeit vor der Entdeckung des heute als Auslöser dieses Immundefektes bekannten Retrovirus HIV („human immunodeficiency virus“), früher benannt als „human T-cell lymphotropic virus type III“ (HTLV III) oder „lymphadenopathy-associated virus“ (LAV). Mit der Verfügbarkeit spezifischer Nachweismethoden für Antikörper gegen HIV und dem Befund einer Verminderung der T-Helfer-Lymphozyten konnte die Definition präzisiert werden. AIDS bleibt aber eine klinische Diagnose; der bloße Nachweis von HIV-Antikörpern genügt nicht, ein negatives Testergebnis schließt diese Diagnose nicht zuverlässig aus.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • H. S. Füeßl
  • F. D. Goebel

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