Simultandiagnostik und -therapie — dargestellt am Beispiel einer Kolitispatientin

  • W. Herzog
Conference paper

Zusammenfassung

Frau B., eine 21jährige, eher jünger und verspielt wirkende Frau, kommt in die psychosomatische Ambulanz, weil die Erkrankung, ein vor 6 Monaten erstmals diagnostizierter M. Crohn sich nach einer vorübergehenden Besserung erneut verschlimmert hat. Als Gesamteindruck hält der Interviewer nach dem Ambulanzgespräch fest: „Sie beantwortet alle Fragen mit einem kleinen Lächeln im Hintergrund, sagt von sich selbst auch sehr wenig und es ist sehr schwierig, Kontakt zu ihr zu bekommen.“ Die Patientin berichtet, ca. 8 Stühle täglich zu haben und medikamentös (16 mg Urbason, 4mal 2 Tbl. Salofalk) behandelt zu werden. Sie sei noch nicht in stationärer Behandlung gewesen. Sie selbst nimmt an, daß die Erkrankung auf eine Allergie zurückzuführen sei und äußert den Wunsch nach einer strengeren Diät. Andererseits teilt sie mit, daß sie die Astronautenkost, die der Hausarzt empfohlen habe, nicht durchgehalten habe. Manchmal habe sie auch bei Aufregung Durchfall, wobei sie nicht mitteilt, welcher Art diese Aufregung sein könnten. Frau B. teilt mit, daß sie eigentlich gar nicht in die Ambulanz habe kommen wollen, daß sie vielmehr der behandelnde Hausarzt, ein Internist, der die Abteilung kennt, geschickt habe.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • W. Herzog

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