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Zur Analyse Regionaler Mortalitätsdaten

  • B. Molik
Conference paper
Part of the Medizinische Informatik und Statistik book series (MEDINFO, volume 65)

Zusammenfassung

Durch die gesetzliche Regelung, jeden Sterbefall mit einer Todesbescheinung zu erfassen, hat man für alle Kreise der Bundesrepublik Deutschland eine vollständige Datenbasis der Mortalität. Aus Mangel an anderen gut zugänglichen Datenquellen werden deshalb regionale Mortalitätsdaten bevorzugt untersucht, um räumliche Unterschiede in den Todesursachen darzustellen. Mit sogenannten “ökologischen Korrelationen” wird zusätzlich versucht, Zusammenhänge zu anderen regionalen Merkmalen herzustellen. Bei solchen Untersuchungen hat man aus verschiedener Sicht Schwierigkeiten, brauchbare Aussagen zu erhalten. Wichtige Aspekte sind die Zunahme der Variabilität mit der Verkleinerung der regionalen Einheit oder mit der Seltenheit einer Erkrankung. So erreichen gesundheitspolitisch bedeutsame Fragen — ob z.B. in der Umgebung eines Industriebetriebes eine bestimmte Erkrankung gehäuft vorkommt — die Grenzen dessen, was mit den Methoden der Epidemiologie für einen zeitlich begrenzten Beobachtungszeitraum zuverlässig beantwortet werden kann.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • B. Molik
    • 1
  1. 1.Medizinisches Institut für Umwelthygiene an der Universität DüsseldorfDüsseldorf 1Germany

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