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Muskel- und Wadenkrämpfe aus der Sicht des Sportmediziners

  • A. Berg
  • J. Keul
Conference paper

Zusammenfassung

Der Funktionszustand des Muskels und die durch körperliche Belastung induzierten Veränderungen von biochemischen und nervalen Meßgrößen bieten sich in hervorragender Weise zur Beschreibung physiologischer Akutreaktionen wie auch chronischer Anpassungsvorgänge unter Körperarbeit an. Die so in der Leistungsphysiologie verwendeten Funktionsgrößen lassen sich auf Grund ihres definierten Verhaltens an körperliche Mehrwie auch Inaktivität auf Fragestellungen der Klinik und ärztlichen Praxis übertragen, wenn Krankheitsbilder mit muskulärer Symptomatik beurteilt werden sollen [l, 2]. Die muskuläre Krampfneigung und das gehäufte Auftreten von Wadenkrämpfen können somit bezüglich ihrer Ätiologie wie auch Therapie über die Beschreibung des veränderten Muskelfunktionszustandes unter intensiver körperlicher Belastung modellhaft erfaßt werden [3, 4]. Aus der Sicht der Sportmedizin stellt der Muskelkrampf damit ein Leitsymptom des gestörten Muskelfunktionszustandes dar, ohne daß hierfür jedoch ein verläßliches klinisch-chemisches Korrelat gemessen werden kann. Dabei müssen primäre, durch die körperliche Aktivität ausgelöste Muskelkrämpfe von sekundären Muskelkrämpfen bei bekannten, nachgewiesenen Primärveränderungen oder Erkrankungen (z. B. orthopädisch bedingte muskuläre Fehlbelastung, Zustand nach Infekt, Elektrolytverlust, erhöhter vegetativer Tonus), die durch körperliche Belastung provoziert werden können, und idiopathischen Muskelkrämpfen ohne Beziehung zu Primärerkrankungen oder Muskelarbeit unterschieden werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • A. Berg
  • J. Keul

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