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Entwicklung der Herzgewichte im Sektionsgut 1900–1979

  • K. Kayser

Zusammenfassung

Obduktionen, im Pathologischen Institut der Universität Heidelberg bis aus dem Jahr 1841 dokumentiert, können nicht nur dazu dienen, die Wertigkeit klinischer Diagnosen zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren, sondern können auch durch Bestimmung der anfallenden Körpermaße und Organgewichte zur Bildung eines „Normmaßes“ beitragen. Hierunter wird ein Durchschnittswert empirischer Merkmalsausprägung inklusive einer gewissen Streubreite verstanden. Sind die individuellen Organgewichte — wie im vorliegenden Fall — über einen längeren Zeitraum bekannt, so kann ihre Abhängigkeit von direkt meßbaren Größen wie Lebensalter, Körperlänge, Körpergewicht bestimmt und in Relation zur zeitlichen Entwicklung gesetzt werden. Die Schwierigkeit derartiger Analysen und der zu erwartende wissenschaftliche Gewinn werden klar und übersichtlich in der 1932 von Roessle u. Roulet verfaßten Arbeit „Maß und Zahl in der Pathologie geschildert“.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1985

Authors and Affiliations

  • K. Kayser

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