Dosimetrie und Strahlenschutz bei der interstitiellen Strahlentherapie des Prostatacarcinoms mit Jod-125-Kapseln

  • H. Knüfermann
  • K. Kuphal
  • M. Wannenmacher
  • H. Sommerkamp
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Urologie book series (VBDGUROLOGIE, volume 35)

Zusammenfassung

Die im Anschluß an eine bilaterale, diagnostische pelvine Lymphadenektomie durchgeführte interstitielle Strahlentherapie mit Jod-125-Kapseln erlaubt es, eine außerordentliche hohe lokale Strahlendosis auf die Prostataregion zu applizieren. Entsprechend der niedrigen Photonenenergie ist diese Dosis lokal sehr eng einzugrenzen; die lange Halbwertszeit des Dauerimplantates von 60 Tagen führt zu einer biologisch wünschenswerten protrahierten Bestrahlung. Die praktische Durchführung besteht in einer Durchstechung der Prostata und des Prostatatumors mit mehreren, parallel geführten Hohlnadeln unter rektal-digitaler Kontrolle und einem anschließenden Einbringen der Jod-125-Kapseln durch diese Hohlnadeln mit einem speziellen Applikator. Die notwendige Zahl der Jod-125-Kapseln bestimmt sich aus der Einzelaktivität der Kapseln (zwischen 0,4 bis 0,55 mCi), sowie der mittleren Abmessung der Prostata.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1984

Authors and Affiliations

  • H. Knüfermann
    • 1
  • K. Kuphal
  • M. Wannenmacher
  • H. Sommerkamp
  1. 1.Abt. StrahlentherapieUniversitätsklinikumFreiburg/Brsg.Deutschland

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