STD-Sprechstunde

  • Detlef Petzoldt
  • Bernd-Rüdiger Balda
  • Heidelore Hofmann
  • Anton Luger
  • Josef Söltz-Szöts
Conference paper
Part of the Fortschritte der praktischen Dermatologie und Venerologie book series (DERMATOLOGIE, volume 10)

Zusammenfassung

Der Dermatologe in der Bundesrepublik Deutschland ist entsprechend der ärztlichen Gebietsbezeichnung Arzt für „Dermatologie und Venerologie“. In früheren Jahrzehnten überwog in der Praxis vielfach die venerologische Tätigkeit, heute überwiegt bei weitem die dermatologische Tätigkeit. Das Ungleichgewicht birgt die Gefahr in sich, daß der Venerologie nicht die Aufmerksamkeit geschenkt wird, die notwendig ist, um einen heranwachsenden Dermatologen mit der Materie der sexuell übertragbaren Krankheiten vertraut zu machen. Die Herausnahme der sexuell übertragbaren Krankheiten aus der allgemeinen dermatologischen Ambulanz und die Gründung einer speziellen „STD-Sprechstunde“ hat zu einer Reihe von Vorteilen geführt, die folgendermaßen zusammengefaßt werden können:
  1. 1.

    Optimierung der Ausbildung. Es kann sichergestellt werden, daß die Ausbildung der heranwachsenden Dermatologen durch einen venerologisch erfahrenen und motivierten Oberarzt erfolgt.

     
  2. 2.

    Grundlage für wissenschaftliches Arbeiten. Durch die Spezialisierung ist es möglich, Diagnostik und Dokumentation so zu gestalten, daß sie wissenschaftlichen Ansprüchen Genüge leisten.

     
  3. 3.

    Zügiger Ablauf Durch speziell geübtes Personal und das Vorhandensein der diagnostischen Hilfsmittel auf engstem Raum kann der Zeitaufwand für Diagnostik und Behandlung erheblich gesenkt werden.

     
  4. 4.

    Verstärkung der Attraktivität der Klinik für STD-Patienten. Patienten mit sexuell übertragbaren Krankheiten wissen vielfach nicht, an welche medizinische Disziplin sie sich wenden sollen. Die Institutionalisierung einer STD-Sprechstunde erleichtert dem betroffenen Patienten den Gang zum Arzt.

     
  5. 5.

    Verbesserung der Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und Kliniken anderer Disziplinen. Das Vorhandensein einer STD-Sprechstunde erleichtert die Auffindung eines Ansprechpartners in der Klinik in Bezug auf Fragen sexuell übertragbarer Krankheiten.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1983

Authors and Affiliations

  • Detlef Petzoldt
  • Bernd-Rüdiger Balda
  • Heidelore Hofmann
  • Anton Luger
  • Josef Söltz-Szöts

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