idis-Microdok-SOMED-A: Ein kombiniert konventionell-elektronisches Verfahren für das Informations-Retrieval am Arbeitsplatz des Nutzers unter fakultativem Einsatz eines Mikrocomputers

  • W. Gerdel
  • H. Lange
  • G. Murza
  • G. Sassen
Conference paper
Part of the Medizinische Informatik und Statistik book series (MEDINFO, volume 50)

Zusammenfassung

Die wissenschaftliche Information und Dokumentation, wie sie von den zentralen, computerisierten Informationseinrichtungen durchgeführt wird, wendet sich in erster Linie an den Wissenschaftler in Forschung und Entwicklung. Es handelt sich hierbei um eine relativ kleine Elite, die auf dem Informationssektor ohnehin bereits privilegiert ist, etwa durch die Möglichkeit, sich bei wiederholten Kongreßbesuchen über neueste Entwicklungen zu informieren, durch den in der Regel gegebenen Kontakt mit anderen in der Forschung und Entwicklung Tätigen, durch den Austausch von Schriften zwischen gleichartig arbeitenden Institutionen an verschiedenen Orten im In- und Ausland, durch die häufig unmittelbare Nähe zu einer Instituts- und/oder Universitätsbibliothek. Wie steht es jedoch mit dem Informationsbedarf der großen Zahl derjenigen, die in der praktischen Anwendung arbeiten. Es handelt sich hier sowohl um Fachkräfte mit wissenschaftlichen als auch um solche mit anderen, z.B. Fachhochschulabschlüssen. Letzteren sind die oben aufgezählten Vorteile zumeist vorenthalten. Sie besuchen selten Kongresse, kennen wenig gleichartig Arbeitende an anderen Orten, haben am Ort häufig keine ihrem Fachgebiet entsprechende Bibliothek und auch wenig Zeit zum Lesen, da sie mit Routinearbeit voll eingedeckt sind. Nur selten sind sie in die Lehre eingebunden, was sonst zusätzlich zum Literaturstudium motiviert. Auch entfällt bei ihnen die Motivation durch Zwang zur Publikation, da die Menge von Publikationen — anders als bei wissenschaftlichen Laufbahnen — in der Praxis für das berufliche Fortkommen nicht entscheidend ist.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Eisenhardt, O.H.: Auswertung einer Befragung der Abonnenten eines Referateblattes. (Manuskript). Bielefeld 1981.Google Scholar
  2. 2.
    Gerdel, W.: SAGA (Schemata für Abspeicherung, Generierung und Auswertung). Programme für Mikrocomputer in Basic. (Manuskript). Bielefeld 1980.Google Scholar
  3. 3.
    Gerdel, W., Eisenhardt, O.H., Nacke, O. et al.: Schema der programmierten Abstraktion der redundanzarmen Darstellung und Transformation von Aussagen. In Jesdinsky, H.J., Weidtman, V. (Hrsg.): Modelle in der Medizin - Theorie und Praxis, S. 756. Berlin-Heidelberg-New York: Springer 1980.Google Scholar
  4. 4.
    Lange, H.: Anfragenstatistik als Mittel der Systemoptimierung in der Literaturdokumentation. In Nacke, O., Wagner, G. (Hrsg.): Dokumentation und Information im Dienste der Gesundheitspflege, S. 291–300. Stuttgart: Schattauer 1976.Google Scholar
  5. 5.
    Lange, H., Huhmann, H.: Beispiele einer Dokumentation industrieller Noxen nach den Prinzipien des Europäischen Informationssystems für industrielle Medizin. EURISIM-N. Teil A: Anorganische Noxen. Teil B: Organische Noxen. Forschungsbericht. Bielefeld: Institut für Dokumentation und Information über Sozialmedizin und öffentliches Gesundheitswesen 1978.Google Scholar
  6. 6.
    Lange, H., Huhmann, H.: idis-SOMED-A. Der arbeitsmedizinische Literaturspeicher auf Mikrofiches ‘idis-Microdok’. Einführung in die Handhabung des idis- Microdok-Systems. Bielefeld: Institut für Dokumentation und Information über Sozialmedizin und öffentliches Gesundheitswesen 1983.Google Scholar
  7. 7.
    Nacke, O.: IDIS-MICRODOK I. Ein Mikrofiche-Informationsspeicher mit computererstellter Registerorganisation für die Aufgaben der Dokumentation. In Deutscher Dokumentartag 1974, Bonn — Bad Godesberg vom 7.-11.10.1974, Bd. 1, S. 108–120. München: Saur 1975.Google Scholar
  8. 8.
    Nacke, O., Gerdel, W., Lange, H.: Gutachten über den Aufbau eines europäischen Informationssystems für industrielle Sicherheit. EURISIS, Bd. 1: Einführung und Erhebungen. Bd. 2′. Lösungsvorschläge, Schlüsselanhang und Tabellenanhang. Bielefeld: Institut für Dokumentation und Information über Sozialmedizin und öffenliches Gesundheitswesen 1973.Google Scholar
  9. 9.
    Nacke, O., Hentz, P., Gerdel, W. et al.: Prinzipien eines universellen Informationssystems für die Arbeitsmedizin. In Jesdinsky, H.J., Weidtman, V. (Hrsg.): Modelle in der Medizin - Theorie und Praxis, S. 440–447, Berlin-Heidelberg-New York: Springer 1980.Google Scholar
  10. 10.
    Otto, H.: Untersuchungen über die Möglichkeiten der Optimierung der Zeitschriftenauswahl für eine sozialmedizinische Dokumentationsstelle anhand der Anfragenbeantwortung eines Jahres. Dissertation. Universität Münster 1978.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1984

Authors and Affiliations

  • W. Gerdel
  • H. Lange
  • G. Murza
  • G. Sassen
    • 1
  1. 1.Institut für Dokumentation und Information über Sozialmedizin und öffentliches Gesundheitswesen (idis)BielefeldDeutschland

Personalised recommendations