Über protektive Immunität bei Syphilis

  • N. H. Axelsen
  • A. Perdrup
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft book series (VDGDERMATOLOGIE, volume 33)

Zusammenfassung

Zahllose klinische Erfahrungen lassen vermuten, daß es keine natürliche (angeborene) protektive Immunität gegen Syphilis gibt. Erst nach einer — unbehandelten — Infektionsdauer von mehreren Monaten entwickelt sich eine partielle, protektive Immunität gegen Reinfektion („Chankerimmunität“). Verschiedene Immunmechanismen verursachen den ständigen Wechsel der klinischen Symptome, die im primären und im sekundären Stadium recht konstant sind (Chanker, roseola). Später im Krankheitsverlauf sehen wir, sowohl in der Dauer der Latenz wie in den tertiären Manifestationen, große individuelle Variationen, für welche die auslösenden Immunmechanismen nur teilweise bekannt sind. Es ist z. B. rätselhaft, warum die Mehrheit der unbehandelten Patienten gar keine tertiären Symptome entwickeln. Vielleicht kommt hier Erblichkeit ins Bild, denn es wurde ein Zusammenhang zwischen progressiver Paralyse und Gewebstypus HLA-Aw32 bewiesen [1].

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1983

Authors and Affiliations

  • N. H. Axelsen
    • 1
  • A. Perdrup
    • 1
  1. 1.Statens seruminstitutKopenhagen SDenmark

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