Untersuchung des Fließverhaltens (Viskosität) des menschlichen Ejakulates unter verschiedenen klinischen Parametern mit Hilfe der Rotationsviskosimetrie

  • H.-M. Hübner
  • W. Krause
  • R. Heidl
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft book series (VDGDERMATOLOGIE, volume 33)

Zusammenfassung

Im andrologischen Untersuchungsgut fällt bei der Ejakulatanalyse ein unterschiedliches Fließverhalten auf, so findet sich in einem Teil der Fälle eine wesentlich verlängerte oder sogar unvollständige Lyse. Schill (1975a, b) hob bei den sog. Viskosipathien die klinische Bedeutung der Hyperviskosität als mögliche Störung der Fertilität hervor. In unserem Patientengut beobachteten wir in 11–23% eine deutlich verlängerte oder auch ausgebliebene Verflüssigung. Wir fanden bei 653 Untersuchungen des ersten Halbjahres 1977 insgesamt 149 Patienten mit erhöhter Viskosität. Bei einer Befragung konnten wir 74 Patienten auswerten, 34 von ihnen hatten zwischenzeitlich erfüllten Kinderwunsch, 40 waren weiterhin kinderlos geblieben. Im Vergleich war bei beiden Gruppen die Spermatozoendichte etwa gleich, die Motilität war nur gering vermindert in der Gruppe ohne Kinder. Die Fehlformenrate war nicht über die Norm erhöht.

Literatur

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  2. Schill WB (1975a) Die Bedeutung der Proteasen des menschlichen Genitaltraktes für die Fortpflanzung. Med Welt 26: 1450–1453PubMedGoogle Scholar
  3. Schill WB (1975b) Die Bedeutung proteolytischer Sperma-enzyme für die Fertilität. Hautarzt 26: 514–523PubMedGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1983

Authors and Affiliations

  • H.-M. Hübner
    • 1
  • W. Krause
    • 2
  • R. Heidl
    • 3
  1. 1.Zentr. f. DermatologieKlinik d. Univ.Deutschland
  2. 2.GießenDeutschland
  3. 3.Inst. f. pharmazeut. Technologie d. Univ.MarburgDeutschland

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