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Psychoanalytische Konzepte psychosomatischer Symptombildungen

  • M. v. Rad
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Psychiatrie book series (PSYCHIATRIE, volume 30)

Zusammenfassung

Sieht man sich nach Gesichtspunkten um, die uns helfen können, die Fülle der verschiedenen — z.T. widersprüchlichen, z.T. aneinander anknüpfenden — Modelle in einen Sinnzusammenhang zu ordnen, dann bieten sich ganz verschiedene Möglichkeiten an. So haben Overbeck u. Overbeck (1978) eine sehr sinnvolle Gliederung gewählt, die die Entwicklungslinien der psychoanalytischen Psychosomatik von der Betonung triebdynamischer, dann ich-psychologischer und später objektpsychologischer Aspekte bis hin zur Aufmerksamkeit für familiendynamische und schließlich gesellschaftlichkulturelle Aspekte zu verfolgen sucht. Eine solche Linie würde auf der Ebene des Symptomverständnisses in Schlagworten extrem verkürzt folgendermaßen aussehen: Von der symbolischen Darstellung eines intrapsychischen Konfliktes über die Rolle des schwachen Ichs (Ich-Psychologie) und der Art der Beziehung zu Schlüsselpersonen, insbesondere bei deren Verlust (Objektpsychologie) bis hin zum Symptomverständnis als Ausdruck eines Systemkonfliktes der Primärgruppe (Familiendynamik) oder gesamtgesellschaftlich relevanter Anpassungserfordernisse. Wichtig ist dabei, daß alle genannten Ansätze, auch wenn sie bald in ihrer Begrenztheit und Einseitigkeit kritischer Revision unterzogen werden mußten, doch wesentliche und gültige Gesichtspunkte verdeutlichen, die sich bei dem Verständnis und der Behandlung bestimmter psychosomatisch Kranker bis heute bewährt haben.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1983

Authors and Affiliations

  • M. v. Rad

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