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Münchener-Blutdruck-Studie und Blutdruck-Programm

  • U. Keil
  • J. Stieber
  • A. Döring
  • W. Van Eimeren
  • U. Laaser
Conference paper
Part of the Medizinische Informatik und Statistik book series (MEDINFO, volume 33)

Zusammenfassung

In der Bundesrepublik ist das Wissen um die Häufigkeit und um die Gefahren der Hypertonie gering. Informationen darüber, wie viele Hypertoniker von ihrer Krankheit wissen bzw. nicht wissen, sind kaum vorhanden. Daten über den Behandlungsgrad von Hypertonikern und die Compliance bei der Behandlung von Patienten mit Hypertonie sind selten. Die Münchner-Blutdruck-Studie (MBS) gibt Antworten auf solche Fragen und stellt Basisdaten für den Aufbau eines Münchner-Blutdruck-Programms (MBP) zur Verfügung. Die MBS ist als Querschnittsstudie (mit Follow-up) konzipiert. 3400 Münchner (30-69 J.) wurden nach Zufallskriterien aus der Einwohnermeldekartei der Stadt ausgewählt. Sie wurden gebeten, in ein Untersuchungszentrum zu kommen und sich einer standardisierten Befragung, 3 Blutdruckmessungen und Größe- und Gewichtsmessung zu unterziehen. Von 3198 erreichbaren Probanden nahmen 2216 an der Studie teil (etwa 70%).

Erste Ergebnisse der MBS zeigen, daß 32,5% der repräsentativen Stichprobe grenzwertige und hypertone Blutdruckwerte aufweisen. 45,8% aller Personen mit erhöhten Blutdruckwerten wissen nichts von ihrer Erkrankung. Solche Zahlen sprechen für die Einrichtung eines MBP. Wichtigste Elemente eines solchen Programms sind kontinuierliche Informationen für Ärzte und Öffentlichkeit, Entdeckung und Behandlung von Hypertonikern und Überwachung der Compliance.

Der Evaluation des MBP kommt große Bedeutung zu. Dafür ist eine Reihe von speziellen Untersuchungen vorgesehen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1981

Authors and Affiliations

  • U. Keil
    • 1
  • J. Stieber
    • 1
  • A. Döring
    • 1
  • W. Van Eimeren
    • 1
  • U. Laaser
    • 2
  1. 1.München, AG EpidemiologieMEDIS-Institut der GSFNeuherbergDeutschland
  2. 2.Abt. Epidemiologie, Statistik und TransferforschungDeutsches Institut zur Bekämpfung des hohen BlutdruckesHeidelberg 1Deutschland

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