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Korreferat zu den Beiträgen von Überla und Kienle

  • H. J. Jesdinsky
Conference paper
Part of the Medizinische Informatik und Statistik book series (MEDINFO, volume 33)

Zusammenfassung

Überlas Revue der Methoden klinischer Therapiestudien hebt zu Recht die randomisierte prospektive Studie als überzeugendste Studienform hervor. Man darf freilich nicht vergessen, wie unbefriedigend die bloße Hinnahme empirischer Ergebnisse ohne Einblick in die eigentlichen Wirkungsmechanismen ist.

Kienles historisierender Überblick anhand der Therapie chronischer Leberkrankheiten kommt zu dem Schluß, die randomisierte prospektive Studie habe keine neuen Erkenntnisse gebracht. Hier ist die Besonderheit des Beispiels entgegenzuhalten, das ein uneinheitliches, oft erst im Studienverlauf näher diagnostiziertes Krankheitsbild betrifft. Auch wird man immer leicht unkontrollierte Beobachtungen finden, die Ergebnisse kontrollierter Studien scheinbar vorwegnehmen.

Die ethischen Bedenken Kienles berücksichtigen zu wenig die Situation des Arztes, der um der Verbesserung seiner Therapie willen den schwierigen Weg der Befolgung eines Studienplans geht.

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Literatur

  1. Jesdinsky, H.J. (1981): Randomized controlled trials and society. European Journal of Clinical Pharmacology 20, 235–236CrossRefGoogle Scholar
  2. Tykstrup, N., Juhl, E. (1974): Dilemmas of controlled clinical trials in hepatology. In: Schaffner, F. et al. (Eds.): The liver and its diseases. S. 64–75. New York, Intercont. Med. Book Corp.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1981

Authors and Affiliations

  • H. J. Jesdinsky
    • 1
    • 2
  1. 1.Institut für Medizinische Statistik und BiomathematikUniversität DüsseldorfDeutschland
  2. 2.Institut f. Med. Statistik u. BiomathematikMed. Einrichtungen der UniversitätDüsseldorf 1Deutschland

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