Lymphknoten beim malignen Melanom

  • F. Nödl
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft book series (VDGDERMATOLOGIE, volume 32)

Zusammenfassung

Bei der Metastasierung des malignen Melanoms in die hautnahen Lymphknoten sollten neben ihrer variablen Anordnung innerhalb der Lymphabflußbahnen Unterschiede ihres Feinbaues berücksichtigt werden. Inguinale Lymphknoten besitzen mehr glatte Muskulatur und elastische Fasern in ihren Hüllen als die axillaren. Neben Anastomosen verschiedener Art finden sich inguinal im Hilus mitunter Lamellenkörperchen vom Typ Vater Pacini, die als Druckrezeptoren die Blutfülle und damit auch den intranodulären Lymphstrom steuern. Epitheloiden Zellen im Bereich der Blutgefäße der Kapsel und der Trabekel begegnet man häufiger in axillären Lymphknoten [4]. Die Funktion dieser, den sog. Glomuszellen entsprechenden Elemente, die von anderen Untersuchern als versprengte Nävuszellen gedeutet werden [1, 2, 5], ist noch ungeklärt. Wir vermuten, daß auch sie indirekt den intranodulären Lymphstrom beeinflussen. Die mitunter umfangreichen Zellhaufen liegen innerhalb der Kapsel und der Trabekel, aber nicht im Randsinus wie die Tumormetastasen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1981

Authors and Affiliations

  • F. Nödl
    • 1
  1. 1.Universitäts-HautklinikHomburg/SaarDeutschland

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