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Umschriebene urtikarielle Reaktion nach Dacarbazin (DTIC)

  • S. W. Wassilew
  • K. H. Schulz
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft book series (VDGDERMATOLOGIE, volume 32)

Zusammenfassung

Es wird über DTIC (Dacarbazin)-Reaktionen berichtet, die als allergische Reaktion gedeutet werden können. Therapeutische Dosen von DTIC bewirkten 8 Stunden nach der Applikation ein Ödem der Haut des Gesichtes und/oder makulöse Exantheme.

Seit über 10 Jahren wird Dacarbazin (DTIC: 5-(3,3-Dimethyl-1-triazeno)-imidazol-4-carboxamid) (Abb. 1) zur zytostatischen Behandlung maligner Tumoren verwendet. An der Hamburger Hautklinik wurden seit 1975 ca. 160 Patienten, die an malignen Melanomen verschiedener Stadien litten, nach der operativen Entfernung der Tumoren mit DTIC behandelt. Bei den meisten wurde die DTIC-Gabe mit einer BCG-Immunisierung kombiniert.

Die am häufigsten gesehenen Nebenwirkungen waren Übelkeit mit Erbrechen, seltener Abgeschlagenheit, Muskel- und Gliederschmerzen, gelegentlich Durchfälle, Fieber oder Phlebitiden. Neben einer Suppression der Granulo- und Thrombopoese wurden bei einigen Patienten temporäre Leberenzymerhöhungen oder eine mäßiggradige Bluteosinophilie gesehen [1]. Bei einer Patientin wurde ein veno-okklusives Syndrom beobachtet [8], worüber auch drei andere Autorengruppen berichteten [2, 4, 6]. Lichtsensibilisierung und phototoxische Dermatitiden [3, 5] wurden in der Hamburger Hautklinik bisher nicht diagnostiziert.

Dieser Bericht soll auf Hautreaktionen hinweisen, die bei drei unserer Patienten als DTIC-Allergie gedeutet werden können.
Abb. 1

DTIC-Summenformel:C6H10N6O

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1981

Authors and Affiliations

  • S. W. Wassilew
    • 1
  • K. H. Schulz
    • 1
  1. 1.Universitäts-HautklinikHamburg 20Deutschland

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