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Zusammenfassung

In der Umformtechnik spricht man vom Erreichen einer Verfahrensgrenze, wenn ein Vorgang nicht mehr ohne Beschädigung des Werkzeugs oder des Werkstücks durchgeführt werden kann. Derartige Versagensfälle sind beim Kaltmassivumformen in der Regel durch das Erschöpfen des Formänderungsvermögens des Werkstückwerkstoffs oder durch Überbeanspruchung des Werkzeugs gegeben [34]. Der begrenzte Einsatzbereich des Verjüngens ist im wesentlichen verfahrensspezi-fisch begründet. Die eingeschränkten Anwendungsmöglichkeiten beruhen auf der gegebenen Werkzeuganordnung (Bild 2 b), bei der die Einleitung der aufzubringenden Umformkraft über das nicht in der Preßbüchse abgestützte Rohteil erfolgt. Dadurch kann sich das Werkstück bei zu hoher Belastung schon vor Eintritt in die kegelstumpfförmige Schulterzone verformen. Je nach den geometrischen Abmessungen kann das Rohteil dabei aufstauchen oder ausknicken. In den folgenden Abschnitten werden die Ergebnisse der experimentellen Untersuchungen zur Überprüfung dieser Verfahrensgrenzen vorgestellt und mit Rechenwerten verglichen. Ein zusätzlicher Fehler kann beim mehrstufigen Verjüngen in der Zentralbruchbildung seine Ursache haben. In diesem Fall entstehen während des Austritts des Werkstoffs aus der Umformzone von außen nicht visuell feststellbare Risse, die von der Probenlängsachse ausgehen und die Bauteilfestigkeit des Werkstücks erheblich mindern.

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Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg 1980

Authors and Affiliations

  • Helmut Binder
    • 1
  1. 1.Institut für UmformtechnikUniversität StuttgartDeutschland

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