Die DNS-Bestimmung bei der Diagnostik von Hodenerkrankungen

  • A. Zimmermann
  • F. Truss
Part of the Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Urologie book series (VBDGUROLOGIE, volume 31)

Zusammenfassung

Mit der Durchflußzytophotometrie können die Zellen eines Gewebes entsprechend ihres DNS-Gehaltes und somit auch ihres Chromosomensatzes klassifiziert und geordnet werden. Im Rahmen solcher Untersuchungen, die wir an 85 Hoden
Abb. 1.

Durchflußzytophotometrische DNS-Histogramme eines normalen Hodens (oben), eines Bauchhodens ohne Spermiogenese (Mitte) und eines Skrotalhodens mit reduzierter Spermiogenese (unten). Ordinate: relative Zellzahl. Abszisse: relativer DNS-Gehalt pro Zelle

Abb. 2.

Durchflußzytophotometrische DNS-Histogramme eines normalen Hodens (oben), eines Seminoms (Mitte) und eines Embryonalzellkarzinoms (unten)

Abb. 3.

Durchflußzytophotometrische DNS-Histogramme eines normalen Hodens (oben), einer partiellen Hodennekrose (Mitte) und einer totalen Hodennekrose bei Samenstrangtorsion (unten)

vorgenommen haben, zeigt das DNS-Histogramm des gesunden Hodens den im oberen Teil der Abbildung 1 dargestellten dreigipfeligen Verlauf: Der linke, zweigeteilte Gipfel entspricht den Zellen mit einem haploiden Chromosomensatz, der mittlere denen mit einem diploiden und der rechte den Zellen mit einem tetraploiden Chromosomensatz. Die Zweiteilung des ersten Gipfels resultiert aus der geringeren Färbbarkeit der Spermien im Vergleich zu anderen haploiden Zellen.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York 1980

Authors and Affiliations

  • A. Zimmermann
    • 1
  • F. Truss
  1. 1.Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Urologie der UniversitätGöttingenDeutschland

Personalised recommendations