Die Peristaltik in der Physiologie

  • Hans Josef Rath
Part of the Medizinische Informatik und Statistik book series (MEDINFO, volume 19)

Zusammenfassung

Wie schon erwähnt, findet man die Peristaltik in der Physiologie insbesondere in Speiseröhre, Harnleiter, Samenleiter, Eileiter und Dünndarm. Die Mechanik des Speisetransportes in der SPEISERÖHRE hat sehr viel Ähnlichkeit mit der Peristaltik des Dünndarmes [7], [48]. Der Oesophagus übernimmt einen aktiven Transport, indem sich eine Einschnürung oberhalb des Bissens bildet, die dann wellenförmig gegen den Magen vorwärts schreitet und die Speise vor sich hertreibt. Dabei ist das Fortschreiten der Kontraktionswelle nervös geregelt. Der SAMENLEITER ist ein dünnes, nach vorne hin sich verjüngendes außerordentlich starkes Muskelröhrchen. Durch Verkürzung und gleichzeitige Erweiterung wird die peristaltische Förderung bewirkt. Die Aufgabe des EILEITERS besteht darin, das Ei aufzufangen und in die Gebärmutter weiterzuleiten. In seinem Innern ist er mit einem sekretabscheidenden Flimmerepithel ausgekleidet, wodurch ein Sekretstrom zur Gebärmutter hin in Gang gesetzt wird. Die Muskeln des Eileiters üben eine aktive, peristaltische Unterstützung auf das Ei aus, wobei dieser peristaltische Transport wichtiger ist als der Flimmerstrom. Die scharfkantigen peristaltischen Wellen werden im DÜNNDARM durch das Hormon Cholin ausgelöst [25], [47].

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1980

Authors and Affiliations

  • Hans Josef Rath
    • 1
  1. 1.Institut für MechanikUniversität HannoverHannover 1Deutschland

Personalised recommendations