Clusteranalyse in der Medizin

  • Paul O. Degens
  • Hermann Federkiel
Conference paper
Part of the Medizinische Informatik und Statistik book series (MEDINFO, volume 16)

Zusammenfassung

„Vor die Therapie haben die Götter die Diagnose gestellt“, so heißt es häufig in Vorlesungen der Medizin. Wenn dieser Satz vielleicht auch nicht immer zutrifft, so ist das Stellen einer Diagnose eine wichtige und die erste Aufgabe des Arztes. Diagnostizieren setzt eine Klassifizierung der Krankheiten voraus, die sich im Laufe der Zeit auch ändern mag, die sogar von einer medizinischen Schule zur anderen schwankt. Je besser Ätiologie, Pathogenese und Pathophysiologie einer Gruppe von Krankheiten bekannt sind, desto einheitlicher wird sich jedoch eine Klassifizierung dieser Krankheiten durchsetzen. In medizinischen Bereichen, in denen die physiologischen und biochemischen Ursachen von Krankheiten nicht — oder noch nicht — erkannt sind, z. B. in der Psychiatrie, schwanken die Aufgliederungen der Krankheiten in verschiedene Gruppen beträchtlich. Daher bemüht man sich, mit mathematischen Klassifikationsverfahren natürliche Klassifizierungen psychischer Erkrankungen zu erarbeiten, die nicht von medizingeschichtlichen Zufällen abhängen, sondern sich empirisch aus den Symptomenkomplexen vieler kranker Menschen ergeben.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1979

Authors and Affiliations

  • Paul O. Degens
  • Hermann Federkiel

There are no affiliations available

Personalised recommendations