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GUIDE — Ein Programmsystem zur Erstellung interaktiver Simulationsmodelle mit Benutzeranpassung von Eingabe und Ausgabe

  • H. Bossel
  • M. Strobel
Conference paper
Part of the Medizinische Informatik und Statistik book series (MEDINFO, volume 8)

Zusammenfassung

Die Entwicklung gültiger Simulationsmodelle komplexer dynamischer soziotechnischer Systeme erfordert einen außerordentlich hohen Aufwand an Kosten und an Arbeitszeit qualifizierter Mitarbeiter. Nach Abschluß der Entwicklung steht ein systemares Abbild der Realität — natürlich geprägt vom jeweiligen Blickwinkel — zur Verfügung, das es — im Gegensatz zur Realität — gestattet, experimentelle Untersuchungen über mögliche Entwicklungen unter einer Vielzahl von Störungs- und Steuereinflüssen durchzuführen. Mit dem Hilfsmittel der Simulation kann sich der Benutzer — im Prinzip — sehr genaue Kenntnis über die möglichen Verhaltensweisen des abgebildeten Systems verschaffen. Diese Kenntnis ist nichts weiter als eine Ergänzung seines eigenen internen Denkmodells über das abgebildete System. Voraussetzung dafür,daß Simulationsmodelle interne Denkmodelle ergänzen und verbessern können, ist allerdings die intensive Beschäftigung mit dem Modell unter einer Vielzahl unterschiedlicher Bedingungen. Dazu gehören sowohl das freie Spielen, wie auch systematische Versuche, gesteckte Ziele unter gegebenen Randbedingungen und bei unbekannten Störbedingungen zu erreichen. Heute werden oft genug teure Simulationsmodelle komplexer soziotechnischer Systeme erstellt und lediglich zur Produktion einiger weniger Simulationsläufe genutzt, die dann oft genug noch als unbedingte Prognosen gründlich mißverstanden werden. Das beachtliche Informationspotential von Simulationsmodellen komplexer dynamischer soziotechnischer Prozesse wird damit nur zu einem Bruchteil genutzt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1978

Authors and Affiliations

  • H. Bossel
  • M. Strobel

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