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Moderator: F. Hartmann

  • F. Hartmann
Conference paper
Part of the Zusammenarbeit von Klinik und Klinischer Chemie book series (ZUSAMMENARBEIT)

Zusammenfassung

Den Aufgaben, die Herr RÓKA genannt hat, möchte ich eine weitere hinzufügen, nämlich: die Folgen bisher unvermeidbarer Krankheiten zu verhindern. Und damit sind wir beim Bindegewebe, das ja 2 Geheimnisse in sich birgt, die bei dem Spektrum der ausgewählten Krankheiten, die heute morgen eine Rolle spielen, auch schon angesprochen werden können: nämlich das Geheimnis der chronischen, sich selbst unterhaltenden Entzündung und zweitens die Frage der Folgen solcher chronischen Entzündungen an Bindegeweben mit den Schrumpfungsfolgen an Lunge, Leber, Niere usw., die Sie kennen. Die Bindegewebe haben ja lange Zeit ein Stiefmütterchendasein geführt. Erst in jüngster Zeit hat sich dieses Gewebe dem Interesse der Biochemiker erschlossen. Es ist eines unserer ältesten Gewebe, man kann gewissermaßen Paläopathobiochemie an ihm studieren von frühesten Anfängen an. Was das Faszinierende an diesem Gewebe ist, ist seine Vielgestaltigkeit, weswegen wir besser von den Bindegeweben sprechen. Herr DELBRÜCK wird sicher darauf zu sprechen kommen. Man braucht sich nur einmal zu vergegenwärtigen, was Gerichtsmediziner in den letzten Jahren an unterschiedlich gestalteter Textur allein des Hautbindegewebes an den verschiedenen Partien der Haut in Abhängigkeit von den örtlichen mechanischen Bedingungen, die dort herrschen, gezeigt haben. Insofern könnte man sich überlegen, was ist an diesem Gewebe eigentlich faszinierender im Sinne dieses Symposiums: das Kunstvolle oder die Wissenschaft? Wir werden heute, da kein Pathologe bei uns ist, keinen Einblick in die wunderschönen Strukturen und Texturen dieser Bindegewebe bekommen; aber ich möchte zu Beginn doch daran erinnern, welch kunstvolle Gebilde — eigentlich das kunstvollste und gestaltenreichste von allen Geweben, die wir kennen — wir hier vor uns haben. Ein weiterer Glücksfall ist, glaube ich, daß dieses Gewebe nicht nur das breite Interesse von Biochemikern gefunden hat, sondern daß wir heute hier auch Repräsentanten dieses Interesses unter uns haben, die sich auf eine besondere Weise dieser sehr schwierigen Probleme angenommen haben, und das mit Erfolg.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1978

Authors and Affiliations

  • F. Hartmann

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