Die einseitige Schrumpfniere und die hypoplastische Niere; differentialdiagnostische Überlegungen im Hinblick auf die Operationsindikation

  • B. Riedel
  • U. Seeger
  • K. H. Schulze
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Urologie book series (VBDGUROLOGIE, volume 29)

Zusammenfassung

Die Pyelonephritis, im engeren Sinne die interstitielle destruktive Nephritis, kann zu Papillennekrosen und Eiterherden im Bereich der Nierenrinde führen, die die röntgenologisch faßbaren morphologischen Veränderungen des oder der betoffenen Organe bestimmen. Die Erkrankung befällt zumeist beide Nieren, jedoch ist das Ausmaß der Destruktionen abhängig von pathologisch-anatomischen Gegebenheiten, wie z. B. dem Vorhandensein von Konkrementen, eines Refluxes, o. ä., was dazu führen kann, daß am Ende des Prozesses eine einseitige Schrumpfniere vorliegt bei kompensatorischer Hypertrophie der kontralateralen Niere. Je nach dem Ausmaß der Parenchym-schrumpfung und insbesondere bei hochgradiger Zerstörung des juxtaglomerulären Apparates entwickelt sich ein Hochdruck. Röntgenologisch sind Papillennekrosen durch einen Verlust der konkaven Einziehungen der Kelche mit rundlicher Deformierung erkennbar. Die Parenchymnarben geben sich durch tiefe Einziehungen des Nierenschattens zu erkennen.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1978

Authors and Affiliations

  • B. Riedel
    • 1
  • U. Seeger
  • K. H. Schulze
  1. 1.Urologische KlinikReinhard-Nieter-KrankenhausWilhelmshavenDeutschland

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