Zystektomie beim Blasenkarzinom

  • H. G. Genster
  • S. Mommsen
  • A. Hojsgaard
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Urologie book series (VBDGUROLOGIE, volume 29)

Zusammenfassung

An der urologischen Universitätsklinik in Aarhus wurde vor 1971 die Zystektomie nur bei ausgebreiteten Karzinomen und Rezidiven angewandt. Darüber hinaus wurde das Blasenkarzinom meistens durch Teilresektion und postoperative Bestrahlung behandelt. Die Prognose war schlecht, und seit 1971 verfahren wir deshalb nach einem festen, radikalerem Programm. Bei allen Patienten mit T2- und T3-Tumoren und mit niedrig differenzierten Tumoren der Kategorie T1 wird zwei bis drei Monate nach einer präoperativen Bestrahlung (6000 rad/6 Wochen) die totale Zystektomie ausgeführt. Außerdem sind 7 Patienten mit T4-Tumoren palliativ zystektomiert worden. In den Jahren 1971–1976 haben wir nach diesem Grundsatz 147 Patienten behandelt. 80% waren Männer, und 52% waren über 60 Jahre alt. Abb. 1 zeigt, daß die kumulative Überlebensrate nach 5 Jahren 45% war. Wenn man nur die Patienten, die am Tumor-Rezidiv gestorben sind, mitzählt, — also die Patienten, die von Komplikationen und aus irrelevanten Ursachen gestorben sind, ausschließt, — gelangt man an die relative Überlebenskurve, die eine Überlebensrate nach 5 Jahren von 50% zeigt.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1978

Authors and Affiliations

  • H. G. Genster
    • 1
  • S. Mommsen
  • A. Hojsgaard
  1. 1.Urologische Abteilung KAarhus KommunehospitalAarhus CDänemark

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