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Die Bedeutung der Harnwegsinfektion für die Nephrolithiasis

  • H. P. Bastian
  • W. Vahlensieck
  • P. Brühl
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Urologie book series (VBDGUROLOGIE, volume 28)

Zusammenfassung

Zwischen Harnwegsinfektionen und Nephrolithiasis bestehen enge Beziehungen. Es ist jedoch häufig nicht möglich, zu entscheiden, ob der Harnwegsinfekt Folge oder primäre Ursache für die Harnsteingenese ist. Heute unterscheidet man nach Schneider und Vahlensieck unter klinischem Aspekt zwischen aseptischen und entzündlichen Steinen, während unter kausalpathogenetischen Aspekten jeder Harnstein ein sekundärer Stein ist, da er stets als Folge verschiedenartigster Kausalfaktoren auftritt. Für die Genese der Oxalat-, Harnsäure- und Cystinsteine spielt die Harnwegsinfektion keine Rolle. Bei der Phosphatsteinbildung ist jedoch dem Harnwegsinfekt als auslösende Ursache zur Steinbildung eine besondere Bedeutung beizumessen. Die Phosphate Apatit, Struvit sowie Brushit entstehen im alkalischen Milieu, während die Phosphate Whitlockit, Octacal-ciumphosphat, Newberyit und Bobierrit im sauren Milieu entstehen. Die letztgenannten Phosphate spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle, da ihre prozentuale Vorkommenshäufigkeit nur ca. 4,5% beträgt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1977

Authors and Affiliations

  • H. P. Bastian
    • 1
  • W. Vahlensieck
  • P. Brühl
  1. 1.Urologische Univ.-KlinikVenusberg, Bonn 1Deutschland

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