Zusammenfassung

In der Weiterbildungsordnung ist die Erkennung, Behandlung, Prävention und Rehabilitation des analen Symptomenkomplexes der Dermatologie und Venerologie zugeordnet. Dies beinhaltet für uns Hautärzte die ernste Verpflichtung, uns verstärkt um Ausbildung und Fortbildung in der Proktologie zu bemühen, kommen doch viele Patienten mit Beschwerden im Analbereich zu uns, deren Klärung und optimale Behandlung nur im Wissen um die Möglichkeiten proktogener Entstehung und Unterhaltung denkbar ist. Die nicht-operative Proktologie steht nicht im Gegensatz zu operativen Methoden. Beide Verfahren sollen sich sinnvoll ergänzen. Bei einer Stadieneinteilung nach Miles [2] (Tabelle 1) ist aus dermatologischer Sicht das Stadium I — falls überhaupt eine Behandlung notwendig ist — sklerotherapeutisch anzugehen. Beim Stadium II wird in den meisten Fällen ebenfalls ein konservatives Vorgehen möglich sein. Das Stadium III ist chirurgische Domäne. Gegebenenfalls wird auch einmal ein kaum noch reponibler Anal-prolaps sklerotherapeutisch behandelt werden müssen, dann nämlich, wenn ein Patient eine als notwendig erachtete Operation aus mannigfacher Motivation möglicherweise ablehnt, oder eine solche Operation aus anderer medizinischer Indikation nicht durchführbar ist.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1976

Authors and Affiliations

  • Hermann-J. Vogt

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