Zusammenfassung

In der Embryonalzeit lernt das Immunsystem alle ihm zugänglichen eigenen Antigene kennen und verliert die Fähigkeit, gegen diese zu reagieren. Diese Immuntoleranz gegenüber eigenen Antigenen bleibt normalerweise ein Leben lang erhalten. Daraus ergibt sich, daß alle, in der Embryonalzeit nicht als „eigen“erkannte Antigene vom Immunsystem als „fremd“empfunden und mit der Bildung von Antikörpern beantwortet werden. Das Zusammentreffen der so gebildeten spezifischen Antikörper im Organismus mit dem fremden Antigen kann unterschiedliche Folgen haben [6]:
  1. 1.

    Das fremde Antigen wird „unschädlich“gemacht; krankhafte Folgen der Antigen-einwirkung und der Antigen-Antikörper-Reaktion bleiben aus. Diese Immunphänomene mit schützenden, abwehrenden Antikörpern werden unter dem Oberbegriff „Immunität“zusammengefaßt.

     
  2. 2.

    Durch die Antigen-Antikörper-Reaktion werden Substanzen aktiviert oder freigesetzt, die als Mediatoren bezeichnet werden und die ihrerseits krankhafte Veränderungen hervorrufen können. Bei diesen Immunphänomenen mit „krankmachenden“Antikörpern wird von „Allergie“gesprochen.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1976

Authors and Affiliations

  • Sándor Marghescu

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