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Einleitung

  • Heinz Stephan
Part of the Handbuch der mikroskopischen Anatomie des Menschen book series (MIKROSKOPISCHEN, volume 4 / 9)

Zusammenfassung

Die Oberfläche des Großhirns, die Großhirnrinde, wird in Isocortex und Allocortex untergliedert. Der Isocortex (= Neocortex) nimmt dabei, grob umrissen, das Gebiet des Pallium oder Großhirnmantels ein, der Allocortex die restlichen „anderen“ Gebiete. Auf ähnlichen negativen Aussagen beruht die übliche Kurzdefinition des Allocortex aufgrund histologischer Merkmale: allocortical sind alle jene Strukturen der Großhirnrinde, die nicht die typische 6- oder 7-Schichtung des Isocortex aufweisen oder diese durchlaufen. Auch die häufig gebrauchten Bezeichnungen „Cortex rudimentarius“, „Cortex primitivus“ oder „defekte Rinde“ sind nur in bezug auf den Isocortex zu verstehen. Der so umrissene Allocortex ist nicht einheitlich, sondern besteht aus mehreren Rindenkomplexen. Diese entstehen phylogenetisch zu verschiedenen Zeiten, ontogenetisch auf verschiedene Weise und sind auch in fertigem Zustand von ganz verschiedener Grundstruktur. Der Begriff „Allocortex“ ist deswegen in erster Linie zu verstehen als Sammelbezeichnung für das heterogene und heteromorphe Gebiet des „Nicht-Isocortex“.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin-Heidelberg 1975

Authors and Affiliations

  • Heinz Stephan
    • 1
  1. 1.Neurobiologische AbteilungMax-Planck-Institut für HirnforschungFrankfurt (M)-NiederradDeutschland

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