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Herkunft und Zusammensetzung der marinen Sedimente

  • Eugen Seibold
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Part of the Hochschultext book series (HST)

Zusammenfassung

Ausgangsmaterial für die marinen Sedimente (Tabelle 3-1) sind letztlich die Gesteine auf dem Festland. Sie werden auch durch die Verwitterung am wirkungsvollsten zerkleinert, sei es durch Sprengung infolge von scharfem Temperaturwechsel oder von Frosteinwirkung, sei es durch Lösung der chemisch weniger widerstandsfähigen Minerale. Beides spielt im Meer bei diesen Bruchstücken fast keine Rolle, da das stets vorhandene Wasser Temperaturänderungen dämpft, chemische Extreme gepuffert werden, drastische Bewegungen des “Grundwassers” entfallen. Aschen des Tamboraausbruchs von 1815 sind am Meeresboden noch ganz frisch, waren aber auf Java schon nach wenigen Jahrzehnten angegriffen. Trotzdem kann die Quelle mariner Sedimente auch im Meer selbst liegen. Untermeerische Vulkane liefern neben solchen Aschen auch Fällungsprodukte aus Gasen und Lösungen. Die Brandung greift die Küste an, Wellen und Strömungen den Untergrund. Rutschungen verlagern Material. Wo wenig Zufuhr von außen kommt und die organische Produktion nicht besonders hoch ist, wo zudem Lockermaterial auf dem Meeresboden ausreichend zur Verfügung steht, wird im wesentlichen nur dieses umgelagert, resedimentiert. Solche Flachmeere ernähren sich aus sich selbst, sind “kannibalisch”, wie etwa die Nordsee. Interessant sind schließlich auch kosmische Ausgangsgesteine, doch fallen die Meteoriten im Ozean nicht ins Gewicht.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1974

Authors and Affiliations

  • Eugen Seibold
    • 1
  1. 1.Geologisch-Paläontologisches InstitutMuseum d. UniversitätKielDeutschland

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