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Die Zusammenarbeit zwischen Allgemeinarzt und Facharzt

  • Georg Härter
Part of the Taschenbücher Allgemeinmedizin book series (TBALL)

Zusammenfassung

Die Zusammenarbeit zwischen Allgemeinarzt und Facharzt geschieht nur selten über ein gemeinsames Konsilium am Krankenbett; die Zusammenarbeit entsteht in der Regel durch Überweisung. Wir unterscheiden verschiedene Arten der Überweisung:
  1. 1.

    Überweisung zum Zwecke subtiler und aufwendiger Diagnostik bei uncharakteristischen Beschwerden, die mit den Mitteln der Allgemeinpraxis nicht näher zu klären sind. Dies betrifft zwischen 4% und 12% der Patienten in der Allgemeinpraxis (nach eigenen Erhebungen).

     
  2. 2.

    Überweisung zur Mitbehandlung. Bei manchen Erkrankungen wünscht der Allgemeinarzt vom Facharzt eine Ergänzung oder Bestätigung der von ihm erhobenen Befunde.

     
  3. 3.

    Überweisung zur Weiterbehandlung. Der Allgemeinarzt überläßt dem Facharzt die alleinige Behandlung und erwartet, daß er nach beendeter Behandlung einen Abschlußbericht oder einen Zwischenbericht erhält.

     
  4. 4.

    Überweisung wegen Notfallbehandlung.

     
  5. 5.
    Überweisung zur ambulanten Behandlung nach stationärer Krankenhausbehandlung. Diese Überweisungsform wird notwendig z. B. bei:
    • Nachbestrahlungen nach Carcinomoperationen

    • Überwachungen, die nur mit hohem apparativem und technischem Aufwand möglich sind

    • Chirurgische Nachbehandlung bei komplizierten Frakturen.

     
  6. 6.

    Überweisung zur Durchführung bestimmter Leistungen. Durch Vermerk auf dem Überweisungsschein wird der Facharzt um einen begrenzten Auftrag gebeten, z. B. EEG, Röntgenuntersuchung des Magens, Kontrastdarstellung der Gallenblase, Gastroskopie. Um die Schreibarbeit zu erleichtern, kann man sich Vordrucke herstellen lassen (Abb. 24).

     
  7. 7.

    Überweisung zur Weiterbehandlung am Urlaubsort.

     
  8. 8.

    Seltene Sonderfälle sind: Überweisung zu ärztlicher Assistenz in eigener Praxis.

    Überweisung wegen gestörtem Arzt-Patienten-Verhältnis.

    Überweisung in fachärztliche Besuchsbehandlung.

    Überweisung zum Konsilium.

     

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Literatur

  1. 1.
    Braun, R. N., Rainer, O.: Wie nötig sind die Informationen des überweisenden Arztes? Med. Welt 23, 350 (1972)PubMedGoogle Scholar
  2. 2.
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  3. 3.
    Maiwald, D.: Die kollegiale Kooperation. D. niederg. Arzt 21, 28 (1972)Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1974

Authors and Affiliations

  • Georg Härter

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